Release of 02.06.2017

Tidalectics | 2. Juni – 19. November 2017

TIDALECTICS, die erste Ausstellung der TBA21–Academy, betrachtet die Welt aus der Perspektive der Meere und entwirft eine alternative Form der Auseinandersetzung mit ozeanischen Lebensräumen
Jana Winderen, Silencing of the Reefs, 2013

Commissioned by Thyssen-Bornemisza Art Contemporary-Academy,Thyssen-Bornemisza Art Contemporary Collection, Vienna

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Die Ausstellung Tidalectics im TBA21–Augarten in Wien präsentiert dreizehn internationale Künstler_innen, deren Arbeiten die Meere in ihrer kulturellen, politischen und biologischen Dimension untersuchen – sei es in der Auseinandersetzung mit vom Menschen verursachten Ereignissen wie dem Klimawandel und dem Anstieg der Meeresspiegel oder im Entwerfen menschlicher und „mehr-als-menschlicher“ Beziehungen. Die von Stefanie Hessler kuratierte Ausstellung zeigt neben herausragenden Arbeiten aus der TBA21 Sammlung neun neu kommissionierte Arbeiten, von denen viele im Rahmen von Expeditionen der TBA21–Academy im Pazifik entstanden sind.

Tidalectics betrachtet die Welt aus der Perspektive der Meere und versucht, eine alternative Form der Auseinandersetzung mit ozeanischen Lebensräumen zu entwerfen. Gelöst von einer im Festland verankerten Denk- und Daseinsweise, reflektiert die Ausstellung das rhythmische Fließen des Wassers und den unaufhörlichen Wechsel der Gezeiten. Als Titel der Ausstellung dient ein Neologismus des aus Barbados stammenden Poeten und Historikers Kamau Braithwaite, mit dem er sich auf die anschwellenden und abebbenden Bewegungen der Tiden bezieht. Tidalectics begreift Geschichte als etwas von Wellen Geformtes, wobei der Bogen von Meeresüberquerungen bis hin zu Tauschsystemen, Mythen und mikrobischen Ursprüngen reicht und kulturelle wie materielle Anpassungs- und Wandlungsprozesse beleuchtet. Um die ineinanderfließenden Polaritäten aus Gegenwart und Geschichte, Wissenschaft und Poesie, Wegen und Wurzeln zu verstehen, spannt die Ausstellung ein dichtes Beziehungsgeflecht, in dem es nicht zuletzt um unser Verhältnis – als meist das Festland bevölkernde Menschen – zu den Meeren und ihren zahlreichen und mannigfaltigen Bewohnern geht.

Francesca Habsburg, Vorsitzende der TBA21: „Ich habe die Tätigkeit von TBA21 in den Dienst der dringlichsten Themen unserer Zeit gestellt. Mit der Sprache der Kunst benennen wir diese nicht lediglich, sondern bringen konkrete Handlungen und Lösungsansätze hervor. Für die Stiftung stellt das einen Wendepunkt dar, da sie sich zunehmend als treibende Kraft des Wandels versteht. Wir müssen unseren Frieden mit den Meeren schließen.“

Tidalectics ist die erste Ausstellung der TBA21–Academy. Mit dem Ziel, zu einem tieferen Verständnis der Ozeane beizutragen, wurde die Academy 2011 von Markus Reymann als bewegliche, die Meere kreuzende Plattform konzipiert, auf der Künstle­r_innen, Wissenschaftler_innen und Denker_innen unterschiedlichster Disziplinen zusammenkommen, um sich gemeinsam der dringlichsten Umweltprobleme unserer Zeit anzunehmen. Die Laufzeit der Ausstellung überschneidet sich mit der ersten UNO-Meereskonferenz, die vom 5. bis 9. Juni 2017 in New York stattfindet. Dort zeigt die TBA21–Academy am „Tag des Meeres“ (8. Juni) eine Performance von Laura Anderson Barbata, die auf einer der Expeditionen nach Papua-Neuguinea konzipiert wurde.

Markus Reymann, Direktor der TBA21–Academy: „Diese Ausstellung zeigt die Arbeit eines 2011 von Thyssen-Bornemisza Art Contemporary begonnenen Experiments: eine Erkundungsreise, die zur Gründung der TBA21–Academy führte. In weiterer Folge haben wir – gemeinsam mit unseren Teilnehmer_innen – intensiv zum Pazifik geforscht und uns mit lokalen Communities und Organisationen auseinandergesetzt. Als Programm und als Anspruch sprengt das Ergebnis die Grenzen des Ausstellungsraums und erweitert unsere Tätigkeit in Richtung Wissenschaft, Forschung und Konservierung. Die Ausstellung führt alle diese Stränge zusammen und teilt unser gewonnenes Verständnis vom Meer sowie das neu ausgerichtete Engagement der Stiftung mit unserem Publikum.“

Begleitet wird Tidalectics von einer Serie von Spoken-Word-Performances, die jeden Freitag auf der TBA21–Ephemeropteræ-Bühne im Augarten stattfinden. Zur Ausstellung entstehen einzelne Podcasts der Tidalectics Radioserie (in Zusammenarbeit mit NTS Radio und Radio Orange 94.0) sowie eine umfangreiche Publikation.

EPHEMEROPTERÆ
Tidalectics fällt mit dem Start der sechsten Ephemeropteræ-Saison zusammen. Dabei finden in dem von David Adjaye entworfenen TBA21–Ephemeropteræ-Pavillon im Augarten jeden Freitag eine Serie von Performances statt. Anlässlich der Eröffnung von Tidalectics ist Em’kal Eyongakpa auf der Bühne zu sehen, und Jana Winderen präsentiert ihre Soundperformance live in der Ausstellung. Eine Performance von Joan Jonas am 23. Juni markiert ein weiteres Highlight im Ephemeropteræ-Programm. Von 2012 bis 2016 wurde Ephemeropteræ von Boris Ondreička und Daniela Zyman konzipiert, 2017 wurde das Programm gemeinsam mit Stefanie Hessler und Markus Reymann erstellt.

KÜNSTLER_INNEN
Eduardo Navarro sucht nach einer Logik, die von den Meeren selbst ausgeht. Seine neu kommissionierte filmische, zeichnerische und skulpturale Arbeit Hydrohexagrams (For Tahuata) (2017) ist das Ergebnis einer Reihe glücklicher Fügungen während einer Expedition der TBA21–Academy zu den Marquesas-Inseln im Südpazifik. Im Anschluss an die Expedition reiste Navarro mit einem eigens produzierten, vergrößerten Set aus Münzen, wie sie beim alten chinesischen Orakel I Ging verwendet werden, erneut zu dem Archipel. Im Dorf Hapatoni, wo die Idee ihren Ursprung hatte, schlug der Künstler den Einwohner_innen den Gebrauch der Münzen und des I Ging Buchs vor, um eine Frage an den Ozean zu richten. Die drei Münzen wurden sechsmal nacheinander in die Fluten geworfen und sind nun in der Ausstellung zu sehen, während ein zweites I Ging Set als öffentliches Kunstwerk im Kunsthandwerksmuseum in Hapatoni verbleibt, und von den Bewohner_innen auch weiterhin verwendet werden kann.

Alexander Lee nahm an derselben Reise in seiner Heimat Französisch-Polynesien teil. Sein Video Me-ti'a – An Island Standing (2017) untersucht unser kollektives Bewusstsein hinsichtlich Inseln und vermengt dokumentarische Bilder einer Expedition von Lee und seinen Kollaborateuren mit der Legende von Vaita. Im Jahr 1760, sieben Jahre bevor der britische Marineoffizier Samuel Wallis Tahiti erreichte, erschien dem Priester Vaita aus Raiatea die Vorahnung, dass ein Kanu ohne Ausleger auf den Inseln landen würde. Gemeint war die Ankunft Wallis’ auf der HMS Dolphin und damit die „Entdeckung“ Tahitis, die das Schicksal der Region für immer verändern sollte.

Newell Harry beschäftigt sich mit Kreol- und Pidgin-Sprachen, alternativen Tauschsystemen sowie dem Verständnis von Wert und Währung in den Pazifikregionen. Die Ausstellung zeigt zwei seiner Arbeiten aus der TBA21 Sammlung: Untitled (Objects and Anagrams for R.U. & R.U. (Part II) mit Objekten aus dem Kula Ring, einem überlieferten System zum zeremoniellen Austausch von Geschenken; sowie Untitled (Anagrams and Objects for R.U. & R.U. (Part I), Anagramme, die auf traditionelle tongaische ngatu-Stoffe gedruckt wurden (beide Arbeiten von 2015). Die Tücher werden von einer Generation an die nächste weitergegeben und erlangen ihren Wert, ähnlich wie die Kula-Objekte, über Provenienz. Harry bedruckte diese organischen Banner mit Begriffen von jeweils vier Buchstaben, wobei er Wörter wie KULA und R2D2 einander gegenüberstellt, oder GOYA seinem Anagramm YOGA. Das Ergebnis ist ein Potpourri an Referenzen aus unterschiedlichsten Kontexten, die pazifische Geographien, Kunstgeschichte und Populärkultur miteinbeziehen.

Ähnlich wie auf einem Boot bringt Em’kal Eyongakpas neu kommissionierte Installation Gaia beats/bits III-i/doves and an aged hammock (2017) den Boden unter unseren Füßen zum Wanken. Ein dazugehöriges Fischernetz enthält Strandgut und persönliche Gegenstände von Menschen, deren Leben von Meeresüberquerungen geprägt wurde, während eine Tonspur die Installation mit poetischen Erzählungen und rhythmischen Sounds unterlegt.

Darren Almonds Video A (2002) aus der TBA21 Sammlung entführt in eine unendlich weiße, menschenleere antarktische Welt. Der Soundtrack vermittelt zwischen träumerischer Ruhe und düsterer, dröhnender Gefahr. Das Video entstammt einer anderen geographischen Region als viele der Arbeiten in der Ausstellung; jedoch sind die Wasserpegel durch das Ansteigen der Temperaturen und der damit einhergehenden Schmelze der Polkappen überall auf der Welt im Steigen begriffen, was sich in scheinbar voneinander unabhängigen Geographien gleichermaßen auswirkt.    

Das Video Iroojrilik (2016) von Julian Charrière aus der TBA21 Sammlung entstand vor dem Hintergrund der Kernwaffentests auf dem Bikini-Atoll. Charrières atemberaubende Unterwasseraufnahmen fangen den Verfall der Kernwaffentest-Infrastruktur in einer atemporären Schleife aus Leben, Tod und Wiedergeburt ein. Begleitet von einem Soundtrack von Edward Davenport, der fortlaufend Spannungsmomente einflicht, suggeriert der Film fließende Übergänge von Anfang und Ende – das erste Licht des Tages in einer neuen pazifischen Ära und das Niedersenken der Nacht für präanthropozäne raumzeitliche Konstellationen.

Eine von Ute Meta Bauer geleitete Expedition der TBA21–Academy zum Tuamotus-Archipel in Französisch-Polynesien markierte den Ausgangspunkt für Atif Akins Animations- und Publikationsprojekt Tepoto Sud morph Moruroa (2017). Mithilfe einer vom Mathematiker Felix Klein im späten 19. Jahrhundert entwickelten Gleichung zur Darstellung von Dünungen und Wellen transformiert Akins Animation die Atolle Tepoto Sud und Moruroa, analog zur Verformung von Materie durch radioaktive Strahlung. Akin untersucht die Entstehung neuer Mythologien als Äquivalent zu den Deformationen von Codes und Materie – Folgen der 193 Kernwaffentests, die im Tuamotus-Archipel unternommen wurden.

Der Musiker, Wissenschaftler, Künstler, Iridologe, Herbalist und Erfinder Ariel Guzik stellt mit The Nereida Capsule (2015) aus der TBA21 Sammlung ein Instrument für die Kommunikation mit Walen vor. Darin nimmt der Wunsch nach einer neuen Art der Begegnung zwischen Mensch und Meeresbewohner_innen materielle Gestalt an, jenseits von Forschungszwecken und ohne konkreten Nutzen. Mit seinem Nature Expression and Resonance Research Laboratory beschäftigt sich Guzik seit dreißig Jahren mit Physik, Mechanik, Elektrizität und Magnetismus, und erfindet Mechanismen, die der Natur durch Musik eine Stimme verleihen.

Susanne M. Winterlings Installation Glistening Troubles (2016) beschäftigt sich mit biolumineszierenden, bei Berührung aufleuchtenden Dinoflagellaten als Indikatoren für den Gesundheitszustand von potenziell toxischen Küstengewässern. Die Arbeit resultierte aus Winterlings Residency an der TBA21 Alligator Head Foundation in Jamaika. In einem Videointerview gewährt ein Fischer aus Rock Einblick in die medizinischen Eigenschaften von Algen bei der Behandlung von Hautinfektionen – eine Praxis, die lokal seit Jahrhunderten bekannt ist. Die Arbeit rückt die Haut – durch die wir die Welt um uns herum berühren – und leuchtende Displays – unsere Schnittpunkte mit der digitalen Realität – in metaphorische Nähe. Sie befasst sich mit der Verschränkung von Information in einander überlappenden analogen und virtuellen Welten ebenso wie mit der Solidarität zwischen den Arten und verweist dabei auf unsere lebhaften Verflechtungen mit anderen Körpern.

Mit der Installation Tamoya Ohboya (2017), die Quallen in den Mittelpunkt rückt, erkundet Tue Greenfort das Bewusstsein dieser Meeresorganismen sowie komplexe Ökosysteme. Quallen bewohnen das Meer seit über 500 Millionen Jahren; mit der Erwärmung der Ozeane breiten sie sich in Regionen aus, in denen sie zuvor nicht heimisch waren. Eva Hayward, die zu Gender- und Umweltthemen forscht, beschreibt wie Quallen in ihrer uns fremden Art zu wissen und zu fühlen die anthropozentrische Logik ebenso herausfordern wie epistemologische Bändigung. Sie haben weder Knochen noch ein zentrales Herz oder Gehirn und ihre Nerven verteilen sich netzartig über den Körper. Ihr Lebenszyklus und ihre Fortpflanzungsmethoden unterscheiden sich von denen menschlicher sowie zahlreicher land- und wasserbewohnender Organismen. Ihre Andersartigkeit bringt unsere Vorstellung von Bewusstsein, Ethik und unserer Beziehung zu mehr-als-menschlichen Wesen ins Wanken und ruft nach einem Wandel im planetarischen Bewusstsein.

Janaina Tschäpe füllt ihre Leporellos mit fantastischen Zeichnungen, in denen Faktisches und Fiktives aufeinandertrifft. Dazu lässt sie sich von Berichten des Meeresbiologen David Gruber über Tiefseekreaturen und Extremophile inspirieren. Der Prozess erinnert an Praktiken aus dem 19. und 20. Jahrhundert, als sich Künstler_innen Forschungsreisen anschlossen oder ihren Zeichnungen Artenproben zugrunde legten, wie sie etwa Alexander von Humboldt oder Charles Darwin von ihren Reisen mitbrachten. Tidalectics zeigt zwei Leporellos mit Zeichnungen von Tschäpe und wissenschaftlichen Anmerkungen von Gruber. Die Titel Blood, Sea (inspiriert von Italo Calvinos Kurzgeschichte) und Fictionary of Corals and Jellies (beide 2017) verweisen auf die Verschmelzung eines Inventars und Wörterbuchs zur Unterwasserwelt mit fiktiven Elementen.

Sissel Tolaas setzt sich wissenschaftlich und künstlerisch mit Gerüchen auseinander. Für ihre Arbeit Ocean SmellScapes (2017) sammelte und synthetisierte sie Gerüche der Meereslandschaft Costa Ricas, die derzeit einen ökologischen Wandel durchläuft. Der Geruchssinn ist der ursprünglichste unserer Sinne, er informiert uns unmittelbar über die uns umgebende Wirklichkeit, weckt dabei spezifische Emotionen und ruft erhebliche Reaktionen hervor. Tolaas sammelte olfaktorische Informationen zu den unterschiedlichen unsichtbaren Facetten des Meeres – kultureller, historischer, geographischer, sozialer und linguistischer Art –, um sie in Anbetracht ihres bevorstehenden Verschwindens von ihrem Ursprungsort zu erhalten.

Jana Winderens Soundinstallation bára (2017) liegen Aufnahmen mit dem Hydrophon zugrunde, die auf verschiedenen Expeditionen der TBA21–Academy und anderen Reisen entstanden, vom Nordpol bis zum Karibischen Meer und Pazifischen Ozean. Die Komposition setzt sich aus verschiedenartigsten Geräuschen zusammen: vom Klang der Wellen und den unverkennbaren Klicklauten der Krustentiere über das Grunzen kleinerer Fischarten bis hin zu den Gesängen der Wale. Maritime Ökosysteme reagieren äußerst empfindlich auf Lärmbelästigung und die akustische Qualität der maritimen Umwelt liefert Aufschlüsse über den Zustand ihrer Ökosysteme. Das Stück wird in der Ausstellung jeden Tag zu unterschiedlichen Zeiten gespielt, je nach Ebbe und Flut der von Wien aus am nächsten gelegenen Küste im italienischen Trieste. 

INFORMATION

Ausstellung
Tidalectics
2. Juni – 19. November 2017

Pressekonferenz
Freitag, 2. Juni 2017, 10:30 Uhr

Eröffnung
Freitag, 2. Juni 2017, ab 18:45 Uhr

Ephemeropteræ—Performance-Reihe
Eröffnungsperformance
Em’kal Eyongakpa, Jana Winderen
Freitag, 2. Juni 2017, 19:15–21:30 Uhr


Pressekontakt
media@tba21.org
T +43 1 513 98 56-48

Über Thyssen-Bornemisza Art Contemporary
Thyssen-Bornemisza Art Contemporary (TBA21) wurde 2002 von Francesca Habsburg in Wien gegründet und verkörpert die vierte Generation aktiver Kunstförderung der Familie Thyssen. Die einzigartige Sammlung ist das Ergebnis eines anhaltenden Engagements im Bereich der Auftragskunst, das sich in zahlreichen Kunstprojekten und Kooperationen wie Multimedia-Installationen, Soundkompositionen, Dauerperformances und zeitgenössische Architektur manifestiert, wodurch die Stiftung sich einen Ruf als bahnbrechende Akteurin der Kunstszene erarbeitet hat. Durch ihre zahlreichen Kooperationen mit Kulturpartner_innen weltweit, setzt die Stiftung ihre weitreichende regionale wie internationale Ausrichtung fort und untersucht Darstellungsformen, die dazu bestimmt sind die Art und Weise, wie Betrachter_innen Kunst wahrnehmen und erfahren, zu erweitern.

 

ÜBER TBA21–ACADEMY
Die TBA21–Academy ist ein Ort kultureller Produktion und interdisziplinärer Forschung initiiert von Thyssen-Bornemisza Art Contemporary. Die Academy ist als bewegliche Plattform auf den Ozeanen konzipiert und verbindet Denker_innen aus verschiedenen Bereichen, um die dringendsten ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Fragen der Gegenwart zu untersuchen. Mit ihren Expeditionen auf Land und auf Wasser erfindet die TBA21–Academy die Explorationskultur im 21. Jahrhundert neu mit dem Ziel, neue Erkenntnisse, kommunikative Strategien und dynamische Lösungen für die ökologischen Probleme der Welt, in der wir leben, zu bewirken.

Im Jahr 2016 zeigte die Academy wiederholt ihre verstärkte Haltung in der Auseinandersetzung mit dem globalen Klimawandel und erhielt nicht zuletzt durch ihre Arbeit an der Schnittstelle von zeitgenössischer Kunst, Wissenschaft, Konservierung und Politik den offiziellen Beobachterstatus bei der Internationalen Meeresbodenbehörde der UNO im Juli 2016. Die Academy organisierte zahlreiche Kunstprojekte, Performances, Symposien und öffentliche Konferenzen auf der ganzen Welt, von Kochi, Indien, bis Kingston, Jamaika. Zu zukünftigen Aktivitäten der Academy im Jahr 2017 zählen Veranstaltungen auf der UNO-Meereskonferenz in New York im Juni; an der Nationalgalerie – Hamburger Bahnhof in Berlin im Oktober; und im Centre for Contemporary Art an der Nanyang Technological University (NTU) in Singapur im Januar 2018. Das Programm der Academy vermittelt einem breiten und vielfältigen Publikum die Komplexität der Ökosysteme der Ozeane durch poetische und inspirierende Erzählungen, die einen Gegensatz zu den pessimistischen Szenarien der Mainstream-Medien bilden.

 

Unterstützt von
Als einer der führenden Versicherungskonzerne in Zentral- und Osteuropa sind sich die Vienna Insurance Group und ihr Hauptaktionär – der Wiener Städtische Versicherungsverein – ihrer sozialen Verantwortung bewusst und seit vielen Jahren langfristige und verlässliche Partner der Thyssen-Bornemisza Art Contemporary sowie vieler weiterer Kulturprojekte. Zahlreiche Museen und Galerien haben ihre Sammlungen bei der Vienna Insurance Group versichert. Das Hauptmotiv für die laufende Kooperation mit Kulturinstitutionen ist die Förderung eines internationalen Kulturaustauschs. Dank des Hauptaktionärs der Vienna Insurance Group sind die Ausstellungen der TBA21–Augarten seit Juni 2013 bei freiem Eintritt zu sehen.

Weitere Unterstützung durch Air Tahiti Nui.

Radio Tidalectics in Zusammenarbeit mit NTS Radio, Premiere auf www.nts.live und weitere Ausstrahlungen über Radio Orange 94.0.

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Alexander Lee, Me-ti’a – An Island Standing, 2017
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Atif Akin left: Tepoto Sud morph Moruroa and Janaina Tschäpe and David Gruber, Fictionary of Corals and Jellies, 2017 Blood, Sea, 2017
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Eduardo Navarro, Hydrohexagrams (For Tahuata), 2017
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Janaina Tschäpe & David Gruber, Fictionary of Corals and Jellies, 2017/ Blood, Sea, 2017
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Julian Charrière, Iroojrilik, 2016
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Newell Harry, Untitled (Anagrams and Objects for R.U. & R.U. (Part I), 2015
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Susanne M. Winterling, Glistening Troubles, 2017
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Susanne M. Winterling, Glistening Troubles, 2017
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Tue Greenfort, Tamoya Ohboya, 2017
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Stick Chart
1.440 x 1.440
JanaínaTschaepe, Fictionary of Corals and Jellies, 2017
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Eduardo Navarro, Drawing, 2017
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Darren Almond, A, 2002
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Jana Winderen, Silencing of the Reefs, 2013 (. jpg )

Commissioned by Thyssen-Bornemisza Art Contemporary-Academy,Thyssen-Bornemisza Art Contemporary Collection, Vienna

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